Stimmlippen- und Kehlkopfchirurgie (Phonochirurgie)

Chirurgie von Hals, Nase und Ohren

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Lang anhaltende Heiserkeit oder Beeinträchtigung der Atmung können durch Erkrankungen im Bereich der Stimmlippen oder des Kehlkopfes verursacht sein. Im Anschluss an eine Kehlkopfentzündung kann sich an der Stimmlippe z. B. ein Polyp entwickeln. Aber auch eine stimmliche Fehlbelastung ist oft die Ursache für eine gutartige Stimmlippenneubildung (Phonationsverdickung). 

Eine dauerhafte Schädigung der Schleimhaut z.B. durch Zigarettenrauch kann neben einer Flüssigkeitseinlagerung (Reinkeödem) auch zu einer bösartigen Veränderung der Stimmlippen und des Kehlkopfgewebes führen. Die mikrochirurgische Abtragung der Neubildungen dient der Verbesserung, der Wiederherstellung und dem Erhalt der Patientenstimme. Oft ist vor und nach dem Eingriff eine Stimmübungsbehandlung notwendig. 

Der Eingriff

Die Operation wird je nach Befund ambulant oder stationär durchgeführt und dauert meist ca. eine halbe Stunde.
In Rückenlage wird unter dem Mikroskop das veränderte Gewebe (Polyp, Ödem) mit feinen Instrumenten abgetragen und anschließend feingeweblich untersucht. 

Nach dem Eingriff

Selten ist postoperativ mit einer Blutung oder einer Schwellung zu rechnen. Stimmschonung ist für ca. 3 Tage notwendig. Auf Nikotin sollte vollständig verzichtet werden. Ein endgültiges Ergebnis ist je nach Vorbefund in ca. vier Wochen zu erwarten.


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