Profilplastik (Kinnformung, Wangenknochenaufbauplastik)

Ästhetische Chirurgie

‹‹ zur Übersicht

Das Gesicht wird geformt durch die Gesichtsknochen, die Muskeln und das Fettgewebe. Diese Zusammenstellung macht unser Gesicht weiblich oder männlich, weich oder markant. Nicht jeder Mensch ist mit seinen Gesichtskonturen zufrieden. Häufig sind die Kinn- oder Wangenregion weniger markant ausgebildet als erwünscht und entsprechen so nicht den eigenen Vorstellungen eines harmonischen Gesichtsprofils. Ein Beispiel ist das sogenannte „fliehende“ Kinn. Durch eine "Aufpolsterung" kann eine Veränderung von Form und Größe einzelner Gesichtspartien erzielt werden.

Das häufigste und einfachste Verfahren besteht im Anpassen und Einsetzen sogenannter Gesichtsimplantate, die aus festem Silikon bestehen. Diese Implantate sind anatomisch geformt und ahmen eine gewünschte Form nach. Ob dieses Verfahren für Sie geeignet ist und welche Form zu Ihren Wünschen passt, muss in einem ausführlichen Beratungsgespräch durch den Facharzt für Plastische Chirurgie in der Praxisklinik festgelegt werden. Neue Möglichkeiten werden durch die Verpflanzung von körpereigenem Fettgewebe, dem sogenannten modernen Lipofilling eröffnet. Hierdurch können Konturen des Gesichts unter Verwendung von körpereigenem Gewebe herausgearbeitet werden. Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Patienten für diese „natürlichere“ Methode. Die neuen Volumenfiller, v.a. Radiesse, ermöglichen zudem immer einfacher auch ohne Operation, also minimal-invasiv, knöcherne Konturen zu betonen.

Der Eingriff

Die Operation (Profilplastik durch Gesichtsimplantate) wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose oder in Dämmerschlafnarkose durchgeführt. Für die Kinnplastik wird ein kleiner Schnitt unter dem Kinn gesetzt und das Implantat direkt auf den Knochen unter die Knochenhaut gesetzt. Die Lage unter der Knochenhaut ist extrem wichtig, da so eine feste Verbindung zwischen Knochen und Implantat geschaffen wird. In der Operation werden zunächst verschiedene Größen eingesetzt (Sizer) und die am besten passende Kinnform bestimmt. Diese Form wird dann für das endgültige Implantat ausgewählt. Eine Drainage oder von außen sichtbare Narben sind nicht notwendig. Die Wunde wird mit einem selbst auflösbaren Faden verschlossen. Für wenige Tage wird ein Klebeverband von außen aufgebracht. Wenn zeitgleich das Fettgewebe des vorderen Halses abgesaugt wird, dann muss ein Mieder für 5 Tage getragen werden. Für die Jochbogenplastik wird ein kleiner Schnitt in der Mundschleimhaut gesetzt oder es wird der Zugang wie bei der Unterlidplastik gesetzt und das anatomische Implantat über dem Jochbogen plaziert. Auch hier wird die passende Größe durch Messimplantate (Sizer) in der Operation bestimmt.

Nach dem Eingriff

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Die Fäden müssen nicht gezogen werden, sie lösen sich nach 1-2 Wochen auf. Oft wird nach der Operation ein Antibiotikum gegeben, um einer Infektion vorzubeugen. Schwellung und Blutergüsse verschwinden in der Regel innerhalb der ersten Woche.


Zum Seitenanfang