Polypenentfernung (Rachenmandelentfernung)

Chirurgie von Hals, Nase und Ohren

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Die Rachenmandeln befinden sich im Nasenrachenraum vor dem Tubeneingang. Sie gehören wie die Gaumenmandeln zum lymphatischen System des Rachenrings. Bei dauerhafter Vergrößerung der Polypen können durch Verlegung der Tubeneingänge Belüftungsstörungen im Mittelohr auftreten. Die Kinder schlafen schlecht, Schnarchen und atmen überwiegend durch den Mund, da die Nasenatmung verlegt ist. Oft ist das Kind in seiner gesamten Entwicklung beeinträchtigt. (Gedeihstörung).

Durch die ständigen Mittelohrergüsse ( Paukenergüsse ) ist das Hörvermögen der Kinder eingeschränkt. Als Folge kann die Sprachentwicklung verzögert oder beeinträchtigt sein.

Der Eingriff

In einer kurzen Vollnarkose werden die Polypen über den Mund entfernt. Falls notwendig erfolgt gleichzeitig eine Ohrmikroskopie und ein Trommelfellschnitt ( Parazentese ), bzw. die Einlage eines Paukenröhrchens.

Nach dem Eingriff

Die kleinen Patienten sind nach der Operation sehr schnell wieder fit. Schmerzen sind sehr selten. Oft ist nach dem Eingriff die Nasenatmung in den ersten Tagen durch Schwellung noch verlegt, so das die Kinder zunächst noch schnarchen, Dies gibt sich jedoch nach wenigen Tagen. Unterstützend können Nasentropfen für Kinder gegeben werden. Die Kinder sollten für 3 Tage nicht in den Kindergarten/ Schule gehen, da ein geringes Nachblutungsrisiko besteht. Einschränkung bezüglich der Nahrung bestehen nicht.


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