Operation der vergrößerten Brust des Manns (Gynäkomastie)

Plastische Chirurgie

‹‹ zur Übersicht

Die Entwicklung der Brust beim Mann durch Vergrößerung des Drüsenkörpers wird Gynäkomastie (Frauenbrüstigkeit) genannt. Über ein unausgeglichenes Verhältnis der weiblichen und männlichen Sexualhormone kommt es zum Brustwachstum. Bei Jungen im Alter zwischen 10-15 Jahren kann eine einseitige oder beidseitige Knotenbildung, die Kirschgröße erreichen kann, als normal angesehen werden, zumal sie sich nach einigen Monaten fast immer von selbst zurückbildet. Beim erwachsenen Mann bildet sich eine vergrößerte Brust aber nur selten zurück. Die Ursachen können Erkrankungen der Nebennierenrinde, Lebererkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder die Einnahme von Medikamenten sein. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl junger Männer mit Brustvergrößerung stark zu. Verantwortlich kann die verbreitete Einnahme aufbauender Stoffe beim Kraftsport sein. In seltenen Fällen kommt die Gynäkomastie familiär vor.

Manche schlanken Männer beklagen manchmal nur eine Drüsenvermehrung unter dem Warzenhof, der sehr störend sein kann. Besteht eine Brustvergrößerung beim Mann allerdings länger als 6-12 Monate, dann sollte unbedingt eine Abklärung durch den Arzt erfolgen. Nicht selten verbergen sich Erkrankungen dahinter, die behandelt werden müssen. In seltenen Fällen wird auch ein Tumor der Brust oder des Hodens festgestellt. Neben der genauen Krankengeschichte und einer eingehenden Untersuchung lässt der Arzt die Hormonspiegel und andere spezielle Laborwerte bestimmen. Die Behandlung der anhaltenden Brustvergrößerung besteht in der Operation. Vor der Operation benötigt der Chirurg u.U. eine Röntgenuntersuchung (Mammographie) oder eine Ultraschalluntersuchung der Brust, um die Drüsenstruktur beurteilen zu können.

Der Eingriff

Die Operation erfolgt in Vollnarkose ambulant oder stationär. Das in der Praxisklinik Kaiserplatz durchgeführten Operationsverfahren entfernt die Brustdrüse narbensparend durch die Brustwarze. Bei einer großen und festen Brustdrüse kommt der VASER zum Einsatz. Durch diese ultraschallunterstützte Technik wird das Fettgewebe aus der Drüse entfernt und die Drüse somit weicher. Während der Operation wird im nächsten Schritt zunächst das Fettgewebe durch Fettabsaugung entfernt und die Ränder werden geglättet. Die eigentliche Drüse wird dann durch einen kleinen Schnitt in der Brustwarze herausgenommen. Eine kleine Menge Drüsengewebes verbleibt hinter der Brustwarze, damit diese später nicht einfällt. Am Ende der Operation wird eine Drainage eingelegt und ein Druckverband angelegt. Dieser Druckverband besteht aus einem Klebeschaumstoff (Reston), der auf das operierte Gebiet aufgebracht wird. Durch den darüber getragenen Kompressionsgürtel kommt es zu einem starken Druck auf die Haut, eine gute Verbindung zwischen Haut und Muskel wird dadurch erzielt.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation trägt der Patient den Brustgürtel über dem Restonschaumstoff über einen Zeitraum von drei Wochen. Der Brustgurt ist erforderlich, damit eine regelmäßige Oberfläche erhalten wird. Die Fäden sind selbstauflösend. Arbeitsunfähigkeit besteht meistens nur für kurze Zeit. Die Narbe ist nach wenigen Monaten kaum mehr sichtbar.


Zum Seitenanfang