Narbenbehandlung und Narbenkorrekturen

Plastische Chirurgie

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Unfälle oder Operationen verursachen Narben. Narben benötigen in der Regel mindestens 12 Monate, bis sie ausgereift sind. In dieser Zeit blassen sie ab und werden flach. Entwickeln sich Narben bereits früh wulstartig oder bleiben die Narben über einen langen Zeitraum hinaus gerötet, dann liegt meistens eine sogenannte hypertrophe Narbenbildung vor. 
Ob eine Narbenkorrektur direkt erfolgen kann oder die Narbe zuerst vorbehandelt werden sollte, entscheidet der Facharzt für Plastische Chirurgie bei der Untersuchung. Manchmal erfolgt eine Behandlung mittels Silikongelpflastern, Silikongel oder Kompression. Gelegentlich muss die Narbe mit Injektionen behandelt werden.

Der Eingriff

Die operative Korrektur einer Narbe muss sich den Hautspannungs- und Hautfaltlinien anpassen. Die schönsten Narben lassen sich erzielen, wenn die Narbe in diese Linien gelegt werden kann. Plastisch-chirurgische Techniken zur Narbenkorrektur sind u.a. Z-Plastiken oder W-Plastiken. Durch dieses Vorgehen werden Anteile der Narbe unauffälliger und die Spannung auf den Wundrändern kann verringert werden. 
Die Narbenkorrektur wird je nach Körperstelle, Länge und Breite der Narbe in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt. Ob die Krankenkasse die Kosten für eine Narbenkorrektur übernimmt, muss im Vorfeld geprüft werden.

Nach dem Eingriff

Nach kleineren Narbenkorrekturen, die in der Praxisklinik durchgeführt werden, können die Patienten nach Hause gehen. Bei großen Narben an Armen oder Beinen wird häufig eine Schiene angebracht, um die Spannung auf den Wundrändern zu reduzieren und die Narbe ruhigzustellen. Nach der Fadenentfernung wird eine Narbenmassage empfohlen. Eine Sonnenbestrahlung sollte zunächst unterbleiben.


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