Mikrochirurgische hörverbessernde und sanierende Mittelohrchirurgie

Chirurgie von Hals, Nase und Ohren

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Die Fähigkeit zur Kommunikation ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Unabdingbare Vorraussetzung hierfür ist ein gutes Hörvermögen. 

Ein eingeschränktes einseitiges oder beidseitiges Hörvermögen kann bis zu einer gewissen Ausprägung erstaunlich gut toleriert und auch kompensiert werden. Prinzipiell sollten jedoch alle Arten der Hörstörung auf ihre Ursachen hin untersucht und abgeklärt werden, da zahlreiche Methoden der Hörverbesserung zur Verfügung stehen, die die Kommunikationsfähigkeit und damit auch die Lebensqualität verbessern. (Siehe auch Hördiagnostik)

Unterschieden werden Hörstörungen, die das Mittelohr (Trommelfell, Gehörknöchelchen) betreffen und solche, die von den Sinneszellen des Innenohres oder dem Hörnerv ausgehen. Letztere bedürfen in den meisten Fällen einer beidseitigen Hörgeräteversorgung, sowie in seltenen Fällen eines Ersatz des Innenohres durch einen Mikroprozessor (Cochlea Implant).

In unserer Praxisklinik werden alle hörverbessernden Operationen des Mittelohres durchgeführt, inklusive eines Austausches des Steigbügels gegen eine Titanprothese bei der sogenannten Otosklerose.

Auch die sanierende Mittelohrchirurgie bei chronisch entzündlichen Veränderungen (z.B. Cholesteatom) ist Bestandteil unserer Leistungen.

Je nach Befund kann der Eingriff von einer Schlitzung des Trommelfelles in örtlicher Betäubung (Paracentese), bis zu Rekonstruktionen der kompletten Gehörknöchelchenkette und des Trommelfelles in Allgemeinnarkose reichen.

Der Eingriff

Mikrochirurgische Rekonstruktionen des Trommelfelles und der Gehörknöchelchen, sowie sanierende Operationen des Mittelohres bei chronischer Knochenentzündung (Cholesteatom) werden in der Regel in Allgemeinnarkose durchgeführt. Ein ambulanter Eingriff ist möglich, bewährt hat sich jedoch ein stationärer Aufenthalt nach der Operation von einer Nacht. Der Trommelfellersatz wird aus körpereigenem Gewebe gewonnen. Hierbei findet entweder körpereigene Muskelhaut und/oder Ohrknorpel Verwendung. Als Ersatz der Gehörknöchelchen dienen spezielle Prothesen aus Titan.Für ein komplikationsloses Einheilen des Trommelfellersatzes werden eine Gehörgangstamponade und ein steriler Ohrverband angelegt.

Nach dem Eingriff

Zur Vermeidung von Infektionen wird für ca. drei bis vier Tage ein orales Antibiotikum gegeben.Regelmäßige Kontrollen des Innenohrhörvermögens werden vorgenommen.Während der drei Wochen, in denen die Gehörgangstamponade eingesetzt ist, sollten keine Flüge unternommen werden. Auch die Überwindung größerer Höhen mit dem Auto oder Zug sollte vermieden werden.Nach drei Wochen kann die Tamponade entfernt und der Gehörgang gereinigt werden. Danach kann eine erste postoperative Hörkontrolle erfolgen. Regelmäßige Belüftungsmanöver des Mittelohres verbessern die Schwingungsfähigkeit der eingebrachten Implantate und des neuen Trommelfells und somit auch die Hörfähigkeit. Wasser darf in der Regel nach Tamponadenentfernung wieder in das Ohr gelangen.Fliegen und Tauchen ist jedoch erst nach ca. 6 Wochen und nach vorheriger Kontrolle wieder problemlos möglich.


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