Korrektur von Brustfehlbildungen (Tuberöse Brust)

Plastische Chirurgie

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Fehlbildungen der weiblichen Brust sind häufiger als man vermutet. Schwere angeborene Fehlbildungen, bei denen die Muskulatur oder der Brustkorb fehlgebildet ist, werden bereits in der frühen Kindheit festgestellt (z.B. Poland Syndrom). Ist lediglich die Brustdrüse betroffen, dann wird die Fehlbildung erst in der Pubertät sichtbar. Beim Einsetzen des pubertären Brustwachstums kommt es dann bei einer oder beiden Brüsten zu einem Fehlwachstum. Sehr häufig sind die unteren Anteile der Brust (untere Quadranten) unterentwickelt, nicht selten kombiniert mit übergroßen Brustwarzen oder in den Brustwarzen vorgefallenem Drüsengewebe. Diese Brustfehlbildung wird dann als sogenannte tuberöse Brust bezeichnet. Der Drüsenvorfall durch den Warzenhof kann auch isoliert auftreten.
Ebenso kann eine sogenannte Amazonenbrust auftreten. Durch ausbleibendes Wachstum einer Brust kommt es zu einer Ungleichheit (Asymmetrie) beider Brüste. Dies stellt sowohl ein ästhetisches Problem, als auch ein statisches Problem dar. Fehlhaltungen können die Folge sein. Den jungen Frauen werden nicht selten Hormone verabreicht, in der Hoffnung, dass die Brüste daraufhin gleichmäßig wachsen. Nach unserer Erfahrung hat dies in den seltensten
Fällen Aussicht auf Erfolg. Die frühe Vorstellung beim Facharzt für Plastische Chirurgie hilft die Diagnose zu stellen. Für eine operative Korrektur wird der Abschluss des Brustwachstums abgewartet. Gemeinsam mit der betroffenen jungen Patientin und den Eltern wird dann der Therapieplan erstellt.

Der Eingriff

Die Art des Eingriffs hängt von der Art der Brustfehlbildung ab. Die Operation kann in einer alleinigen Korrektur der Brustwarzen (sogenannte subareoläre Straffung) bestehen, nicht selten muss aber auch die Form der Brustdrüse korrigiert werden und/oder die Brust durch Eigengewebe oder Implantate vergrößert werden. Durch die Anwendung neuer plastisch-chirurgischer Verfahren kann hierbei narbensparend vorgegangen werden, die Ausbreitung der eigenen Drüse erfolgt hierbei durch den Zugang um den Warzenhof. Der Facharzt für Plastische Chirurgie der Praxisklinik Kaiserplatz hat hierfür eigene Operationsverfahren entwickelt und vielfach angewendet. Einige der Verfahren erhalten die Stillfähigkeit, was für die jungen Patientinnen von besonderer Bedeutung ist.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation bleiben Sie in der Regel einen Tag in der Klinik. Für die kommenden Wochen sollten Sie kontinuierlich einen angepassten BH tragen. Anstrengende Aktivitäten und das Heben schwerer Gegenstände sollten Sie in den ersten Wochen nach der Operation vermeiden. Zudem sollten die Arme in den ersten 3-4 Wochen nicht über Schulterhöhe gehoben werden. Die Fäden sind selbstauflösend, durch Ausreifung der Narben und Entspannung des Gewebes stellt sich das endgültige Ergebnis nach etwa 3 Monaten ein.


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