Ganglionchirurgie

Handchirurgie

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Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen an der Hand. Je nach Ausprägung finden sich kleinere oder größere Schwellungen/Verhärtungen unter der Haut, die über einem Gelenkspalt oder über einer Sehne liegen. Diese Aussackungen der Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide sind gutartig. Sie bereiten jedoch manchmal Druckbeschwerden und können an Größe zunehmen. Je nach Ort des Auftretens und nach Größe des Ganglions sind die Beschwerden unterschiedlich.

Der Eingriff

Wie bei allen handchirurgischen Eingriffen erfordert die Nähe zu wichtigen Strukturen zur Funktion der Hand große Sorgfalt. Der Sinn der Operation besteht in einer kompletten Entfernung des flüssigkeitsgefüllten Ganglions. In einigen Fällen muss zudem eine Verstärkung der Gelenkkapsel vorgenommen werden, um ein Wiederauftreten zu verhindern. Meistens wird der Eingriff ambulant durchgeführt, in bestimmten Fällen ist allerdings ein stationärer Eingriff vorzuziehen. Dies wird ebenso wie die möglichen Komplikationen im Vorgespräch erläutert. Die versorgenden Nerven werden zunächst durch Betäubungsmittel gezielt ausgeschaltet und der Eingriff ist schmerzfrei. Für den Eingriff wird durch eine Manschette am Oberarm ein blutleeres Operationsfeld geschaffen. In der Praxisklinik Kaiserplatz wird der Eingriff unter optischer Vergrößerung durch Operationsmikroskop bzw. Lupenbrille durchgeführt, um die Nerven und das Gewebe zu schonen. Gegenenfalls wird eine kleine Drainage für die Dauer von 24 Stunden eingelegt.

Nach dem Eingriff

Eine individuell angepasste Stützschiene wird angelegt. Sie sorgt dafür, dass möglichst wenig Bewegungen im Operationsgebiet ein Wiederauftreten verhindern. Nach dem Eingriff bleibt der Patient noch mindestens 2 Stunden in der Praxisklinik, bis das Gefühl in der Hand wiedergekehrt ist. Für den Fall eventuell später auftretender Schmerzen wird ein Schmerzmittel verordnet. Am nächsten Tag wird die Schiene gewechselt und die Drainage entfernt. Die Weiterbehandlung kann dann auch durch den überweisenden Arzt erfolgen. Nach 10 Tagen werden die Fäden gezogen. In seltenen Fällen ist eine krankengymnastische Behandlung im Anschluss notwendig. Nach Entfernen der Schiene kann die Hand wieder leicht eingesetzt werden. Volle Belastung kann nach 3 Wochen erfolgen.


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