Brustvergrößerung durch Eigenfettgewebe

Ästhetische Brustchirurgie

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Der Wunsch nach einer Vergrößerung der weiblichen Brust kann viele Gründe haben. Angeborene zu kleine Brüste, Volumenverlust nach der Schwangerschaft und nach dem Stillen, hormonelle Umstellungen (Menopause), eine extreme Gewichtsabnahme oder ungleiche, asymmetrische Brüste.

Der sogenannte „Goldstandard“ zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses ist immer noch die Augmentation mit geeigneten Silikonimplantaten. In vielen Fällen kann eine Vergrößerung der weiblichen Brust auch durch Eigenfettgewebe erzielt werden.

Hierzu muss allerdings in genügender Menge „Spendergewebe“ vorhanden sein. Bei Frauen sind dies regelmäßig die Regionen Bauch, Oberschenkelinnen- und Oberschenkelaußenseiten und die Knieinnenseiten. Je nach Fall wird man Ihnen empfehlen, dass in mehreren Stufen operiert wird, d.h. mehrfach transplantiert.

Das transplantierte Fettgewebe hat nach heutigem Wissen keinen Einfluss auf den Verlauf einer späteren Schwangerschaft noch auf die Stillfähigkeit. Die derzeit verfügbaren Studien zeigen keine Beeinflussung der bildgebenden Krebsvorsorge und die Transplantation von Fettgewebe gilt als unbedenklich. Sportliche Tätigkeiten wie Fliegen oder Tauchen sind ebenfalls uneingeschränkt möglich.

Der Eingriff

Das geeignete Vorgehen wird auf die Patientin abgestimmt. Nach dem Anzeichnen der Entnahmeareale wie bei einer ästhetisch-plastischen Fettabsaugung erfolgt die Entnahme mit sehr dünnen Kanülen. Das dann gewonnene Fettgewebe wird aufbereitet, in dem Blut- und Ölbestandteile getrennt werden und das reine Fettgewebe mit den Stammzellen aufgereinigt zur Verfügung steht. Die Transplantate werden dann durch sehr feine Stiche in vielen Lagen um das Drüsengewebe und in den Brustmuskel eingebracht, ähnlich einem gewobenen dreidimensionalen Netz. Über das für Sie geeignete Verfahren werden Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch durch den Facharzt für Plastische Chirurgie mit ausgewiesener Erfahrung in der Brustchirurgie und der Fettgewebstransplantation aufgeklärt.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation können Sie entweder bereits am Abend nach Hause gehen oder noch einen Tag in der Klinik bleiben. Sie tragen danach einen angepassten BH. Anstrengende Aktivitäten sollten Sie in den ersten Wochen nach der Operation vermeiden. Nach der Operation kommt es zur Abschwellung und danach zu einer Abnahme von den Fettgewebstransplantaten, die nicht eingeheilt sind. Das endgültige Ergebnis können Sie frühestens nach 6 Monaten betrachten.

Sensibilität und Stillfähigkeit bleiben in den meisten Fällen uneingeschränkt erhalten. Mammographien und Krebsvorsorgeuntersuchungen sind nach wie vor möglich. Bei abgesunkener Brust oder erschlafftem Hautmantel ist gegebenenfalls eine zusätzliche Straffung und Anhebung der Brust in derselben oder einer 2. Sitzung empfehlenswert, um eine harmonische Brustform zu erhalten. Eine zweite Transplantation kann zur Optimierung des Volumens vorgeschlagen werden.


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