Allergiebehandlung

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO)

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Die Therapie einer Allergie ist nicht nur notwendig, um die lästigen Symptome zu beseitigen, sondern auch um einer Verschlimmerung oder Ausweitung der allergischen Erkrankung z. B. Asthma bronchiale vorzubeugen. 

Die Behandlung einer Allergie kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Als Prävention gilt die Vermeidung des allergieauslösenden Agens. Dieses kann bei z.B. Nahrungsmittelallergie durch Verzicht oder bei z. B. Milbenallergie durch spezielle Maßnahmen (Verringerung der Luftfeuchtigkeit, Vermeidung von Staubfängern, milbendichte Bettwäsche, Matratzenüberzüge etc.) zur Allergenverringerung erfolgen. Wir informieren Sie umfassend und individuell zur Allergenmeidung. Zusätzlich stehen heutzutage moderne und sehr wirksame Medikamente zur Verfügung um die allergischen Symptome wie Augenjucken, Niesreiz, behinderte Nasenatmung und Fliesschnupfen zu beeinflussen. 

Spezifische Immuntherapie: Unter einer spezifischen Immuntherapie im Sinne einer Hyposensibilisierung versteht man eine Behandlungsmethode, bei der durch wiederholte Gabe eines relevanten Allergens die klinische Verträglichkeit dieses Allergens ausgelöst werden soll. Die wichtigsten und besten Indikationen ist die Hyposensibilisierung gegen Insektengifte und gegen Pollen- und Hausstaubmibenallergene. Bei der Therapie werden Allergene in steigender Dosierung zunächst für ca. 4 Monate wöchentlich und anschließend im monatlichen Intervall unter die Haut gespritzt. Bei Unterbrechungen durch z.B. Urlaub oder Krankheit wird die Therapie mit einer reduzierten Dosis fortgesetzt. Unter besonderen Voraussetzungen ist eine Kurzzeit-Immuntherapie, bzw. Clustertherapie möglich.

Akupunktur im Akutstadium und zur Prophylaxe des "Heuschnupfens".

Die Wirksamkeit von Akupunktur bei Allergien und allergischem Asthma ist in verschiedenen wissenschaftlich fundierten Studien belegt worden. Für Patienten, die auf eine konventionelle Therapie z. B. Hyposensibilisierung nicht ansprechen bietet die Akupunktur als unspezifische Regulationstherapie eine Chance, indem versucht wird, die Reaktionsschwelle gegenüber Toxinen und Allergenen generell zu beeinflussen. Die Akupunktur mobilisiert energetische Ressourcen und stärkt die Autoregulation. Wie bei jeder Desensibilisierungstherapie eine längere Injektionsserie notwendig ist, muss auch im Falle der Akupunktur eine langfristige Behandlungsserie erfolgen. Der Beginn der Behandlung bei Pollenallergie sollte möglichst sechs bis acht Wochen vor der Saison liegen. Aber auch im Akutstadium der Allergie kann die Akupunktur hilfreich sein.


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